(Rezension) Das Mädchen mit der goldenen Schere von Julia Drosten

Seiten: 393

Erschienen:6.Dezember 2017

Quelle: amazon.de

Klappentext

Sie sucht ihre Vergangenheit und findet ihre Zukunft

Am Weihnachtsmorgen 1889 wird Fanny im Allgemeinen Wiener Krankenhaus geboren. Ihre Mutter besteht auf einer anonymen Geburt und verlässt das Krankenhaus kurz danach ohne ihr Kind. Fanny wächst im Findelhaus auf, wo sie von der Oberpflegerin Josepha mit liebevoller Strenge erzogen wird.
Sie muss früh lernen, sich durchzusetzen und wird eine erfolgreiche Maßschneiderin, deren Entwürfe in der Modewelt Trends setzen. Das ungelöste Rätsel ihrer Herkunft lässt sie nie los, aber alle Spuren zu ihren Wurzeln führen ins Nichts.

Beruflich äußerst erfolgreich, bleibt ihr in der Liebe das große Glück verwehrt.
Als der Erste Weltkrieg endet, der ihre Karriere jäh unterbrach, tun sich neue Chancen auf: Nicht nur das gemeinsame Leben mit ihrer großen Liebe rückt plötzlich in greifbare Nähe, auch das Geheimnis ihrer Herkunft scheint Fanny endlich lüften zu können.

Meinung

⭐⭐⭐⭐

Lockere und schöne Geschichte

Mir hat diese frisch erzählte Geschichte gut gefallen. Alles war gut recherchiert und schickte einen auf eine Reise in die Vergangenheit, hauptsächlich aber nach Wien.

ich hatte richtig spaß beim Lesen. Fanny mochte ich sehr gerne und begleitete sie bei ihren Höhen und Tiefen. Ich konnte mich bestens in sie reinversetzen und sie brachte mich teils echt zum schmunzeln, wenn sie wieder mal ihren Mund nicht halten konnte, was natürlich damals nicht so gern gesehen war. Aber es wäre nicht Fanny, wenn sie alles einfach hinnehmen würde. ich habe sie Alls eine sehr charmante und talentierte Person kennengelernt, die mich schon als junges Mädchen um den Finger wickelte. Sie hatte eine Art an sich, die man einfach nur mögen muss.

Auch der Schreibstil gefiel mir gut, da er sehr locker rüberkommt, man aber trotzdem das Gefühl hat in die damalige Zeit abzutauchen. Man spürt den Charme von Wien und lernt es durch Fannys Augen kennen und mögen. Für mich war es eine wunderschöne Geschichte, die ich absolut weiterempfehlen kann. Ich empfand die Geschichte weder langatmig noch langweilig. Sie besaß Charme, etwas Witz, Spannung, Herzlichkeit und wurde im richtigen Tempo erzählt. Trotzdem fehlte mir das kleine i Tüpfelchen, damit es 5 Eulen gab. Es ist aber definitiv eine Empfehlung wert, vor allem, wenn man nicht gerne trockene Historische Geschichten liest. Denn diese hier hat genügend Leichtigkeit um dies zu verhindern.

Fazit

Eine gelungene und frisch erzählte Geschichte, die ich sehr empfehlen kann. Sie ist nicht nur was für Historikliebhaber, sondern auch für diejenigen, die mal in das Genre schnuppern möchten, da sie nicht so trocken erzählt wurde und richtig spaß beim Lesen macht.

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